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Zurückverfolgen lässt
sich die Geschichte des
Brauereigasthofs bis ins Jahr 1879. Am 13.
Januar diesen Jahres beantragte der damalige
Bräu Balthasar Grassl die Genehmigung zur
Errichtung einer Sommerbierschenke und erweiterte
sie mit viel Schwung zu einer in Nah
und Fern beliebten Einkehrstätte.
Als 1901 der Kommerzienrat August Röhm
den Graßlbräu“ übernahm, richtete
er in das Obergeschoss des Gasthofs, dem er gleichzeitig
den heutigen Namen BÜRGERBRÄU gab,
für sich und seine Familie eine Privatwohnung
ein. 1925 folgte ein grundlegender Umbau und
der schöne neue Gasthof konnte an die Wirtsfamilie
Waltl übergeben werden.
Das Prunkstück war der neue Speisesaal,
der sich von einem eher gemütlichen Speisezimmer
zum Prachtsaal mit reich verzierter
Stuckdecke gewandelt hatte.
Zum Schmuckstück wurde auch die Ratsstube,
als 1930 der Künstler Prof. Hermann
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Stockmann aus Dachau zwischen der Holzvertäfelung
der Wände und der Decke ein rund
laufendes Öl-Fresko einfügte. Es trägt den
Titel
„Triumphzug des Gambrinus“ und zeigt in
liebevoller Gestaltung einen bunten Reigen von
Persönlichkeiten, vom Kleinkind zum Bürgermeister
bis zum „Bierheiligen Gambrinus“.
Leider wurde in den letzten Tagen des 2.
Weltkriegs der Brauereigasthof schwer beschädigt
und damit auch der schöne Speisaal
völlig zerstört. Glücklicherweise konnte
der „Gambrinus-Fries“ rechtzeitig in Sicherheit
gebracht werden.

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Dr. Ernst Röhm betrieb
mit großer Energie den aufwändigen Wiederaufbau nach dem Krieg.
Alle Räume strahlen
seither Behaglichkeit und Wärme aus. Sei es nun in der Bürgerstube
mit ihren zahlreichen malerischen Zunftzeichen
und Emblemen der Handwerker sowie den
prächtigen Lampenkörpern und Wandverkleidungen
aus der Schnitzschule Berchtesgaden
nach den Entwürfen des Architekten Georg
Zimmermann, sei es in der Bayernstube mit den
Wandgemälden von Kunstmaler Anton Reinhold
aus Berchtesgaden.
Nicht mehr wegzudenken aus der Erfolgsgeschichte
des Braugasthofes ist die Gastwirtsfamilie
Schaller.
Sie führte den Betrieb, der inzwischen in den
oberen Stockwerken zum Hotel ausgebaut
worden war, in zwei Generationen ein halbes
Jahrhundert lang, von 1953 bis 2003.
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Im Januar 2005 übernahm
nach kurzer intensiver
Renovierung die Familie Reichinger den Betrieb
des altehrwürdigen Brau-Juwels und Hotels im
Herzen der Stadt. Im Mittelpunkt steht für Max
Reichinger, den Küchenchef des Hauses, die
Qualität von der bayerischen Brotzeit bis hin zu
saisonalen Schmankerln, gekrönt von einem der
gepflegten Qualitätsbiere des BÜRGERBRÄU.
Der Bruder Mathias kümmert sich neben den
vielen organisatorischen Aufgaben gemeinsam
mit den Eltern Gabi und Karl Reichinger
aufmerksam um das Wohl der Gäste in Hotel
und Gaststätte. Alle haben mit großem Einsatz
die schönen Gasträume mit einem Flair erfüllt,
dem sich kein Liebhaber bayerischer Lebensart
entziehen kann.
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